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26.09.2011

Beruf und Familie.

Nicht nur eine soziale Geste.

Familienfreundlichkeit rechnet sich auch wirtschaftlich, sagt Landrat Hubert Hafner. Landkreis verleiht zehn Unternehmen und Einrichtungen den Förderpreis. Mehr hatten sich auch gar nicht an der Aktion beteiligt.

Zehn Unternehmen, Einrichtungen und Verwaltungen wurden vom Landkreis mit dem Förderpreis „Beruf & Familie“ ausgezeichnet.

Zum zweiten Mal nach 2007 hat das „Lokale Bündnis Familie Landkreis Günzburg“ den Förderpreis „Beruf & Familie“ verliehen. Ausgezeichnet wurden zehn Unternehmen, Einrichtungen und Verwaltungen aus dem Landkreis, die sich erfolgreich bemühen, ihren Beschäftigten eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu bieten. Mit Urkunden und Lobesworten bedacht wurden das Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg, die Ernst Klimmer GmbH in Burgau, die Günzburger Steigtechnik Munk, das Heilbad Krumbad, die Kenter GmbH in Leipheim, das Landratsamt Günzburg, die Reflexa Werke Albrecht in Rettenbach, die Sparkasse Günzburg-Krumbach, die Stadtverwaltung Leipheim und die Metallwarenfabrik Wanzl in Leipheim.

Bei einer Feier im Landratsamt erklärte Landrat Hubert Hafner, der Schirmherr der Aktion, Familienfreundlichkeit in Unternehmen und Verwaltungen sei „nicht nur eine soziale Geste“. Sie rechne sich auch wirtschaftlich für die Betriebe. Zudem sei eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein wichtiger Standortfaktor für die ländlich geprägte Region Günzburg, die zunehmend unter Wettbewerbsdruck durch die Großstädte gerate. Die Bedeutung eines familienfreundlichen Unternehmens werde in Zukunft noch zunehmen, betonte Werner Weigelt, der Geschäftsführer der Regionalmarketing Günzburg. Laut einer Studie der Hertie-Stiftung sagen mehr als 90 Prozent aller Beschäftigten, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei ihnen so wichtig wie das Gehalt. Mehr als 70 Prozent geben an, ihren Arbeitsplatz zu wechseln, wenn sie eine familienfreundlichere Firma finden.

Förderpreis wird fortgeführt.

Hafner und Weigelt betonten deshalb, dass Unternehmen und Verwaltungen gut beraten seien, wenn sie in Zeiten des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels noch mehr für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie tun. Zumal der Landkreis Günzburg ständig an Einwohnern verliert. Beide erklärten zudem, der Förderpreis werde vom Landkreis fortgeführt, Hafner und Weigelt äußerten ferner die Hoffnung, dass sich künftig mehr Firmen und Verwaltungen beteiligen – heuer waren es lediglich die erwähnten zehn Unternehmen und Verwaltungen.

Die Gewinner hätten umfangreiche, zum Teil innovative Maßnahmen ergriffen, um Beschäftigten, die Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu betreuen haben, besser zu unterstützen. Dies geschieht mit bis zu sieben unterschiedlichen Arbeitszeitmodellen, mobilen Arbeitsplätzen, flexibleren Urlaubszeiten, Jobsharing oder finanziellen Hilfen, etwa bei der Kinderbetreuung. Das alles komme Unternehmen und Beschäftigten gleichermaßen zugute, betonte Hafner.

Bildunterschriften:

(von links): Landrat Hubert Hafner, Wolfgang Leiter (Landratsamt), Margit Munk (Günzburger Steigtechnik), Friedrich Kenter (Kenter Leipheim), Heidi Sayle (Klimmer Burgau), Christian Konrad (Stadtverwaltung Leipheim), Miriam Albrecht (Reflexa Rettenbach), Fritz Zeller (Sparkasse Günzburg-Krumbach), Christine Lechner (Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg), Helmut Romer (Wanzl Leipheim), Meinrad Gackowski (Familienbeauftragter Landkreis) und Werner Weigelt (Regionalmarketing).

Quelle: Günzburger-Zeitung