Soziale Netzwerke als Jobcenter.

18. Juli 2013 | Aktuelles

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Unternehmen gehen über Facebook und Co. auf Nachwuchssuche. Günzburger Firma gestaltet dafür Konzepte.

Die Abiturprüfungen sind durch und in den nächsten Wochen endet auch für viele andere Jugendliche die Schulzeit. Dann beginnt die Suche nach einem Studien- oder Ausbildungsplatz. Da sich junge Leute vornehmlich im Internet über ihre Möglichkeiten informieren, setzen auch Firmen in der Region zunehmend auf einen Auftritt in den sozialen Netzwerken. 

„Die große Herausforderung ist es, sich der Zielgruppe angemessen zu präsentieren, das Unternehmen interessant für junge Menschen zu machen und entsprechend offene Stellen anzubieten“, sagt Peter Schrell, Geschäftsführer der Günzburger Kreativagentur Thomas, die auch Social-Media-Konzepte realisiert.

„Jugendliche sind über soziale Netzwerke am besten zu erreichen.“ Selbst wenn sich die jungen Leute während der Schulzeit noch keine großen Gedanken um ihre berufliche Zukunft machten, würden sie trotzdem aufmerksam auf Firmen, die ihre Social-Media-Kanäle professionell pflegten. Schrell: „Unternehmen haben so die Möglichkeit, mit ihrer Zielgruppe in einen Dialog zu treten und auf sich aufmerksam zu machen.“ Möglich sei sogar ein „ungezwungener Austausch“, der eine gewisse Vertraulichkeit entstehen lasse. Derartige Beziehungen sprechen sich laut Schrell in der betreffenden Internetgemeinde schnell herum.

„Social Media ist das ideale Instrument für Empfehlungsmarketing und man hat die Möglichkeit, ein großes Publikum über virale Effekte zu erreichen“, sagt der Geschäftsführer. 

Zu einer vernünftigen Strategie gehört laut Schrell, dass sich Unternehmen offen zeigen. Es biete sich etwa an, den Usern die Möglichkeit zu geben, Mitarbeiter aus dem Hause direkt zu befragen oder einen „Blick hinter die Kulissen“ zu gewähren. Im Idealfall merkten Interessenten dadurch auch, ob das Unternehmen zu ihnen passt.

So setzt auch die Ernst Klimmer GmbH in Burgau auf Facebook. „Wir befinden uns erst am Anfang unserer Social-Media-Aktivitäten und freuen uns, dass jeder Beitrag durchschnittlich von mehreren hundert Nutzern gesehen wird. Wir erhalten zudem positive Resonanz. Die jungen Leute nehmen über Facebook direkt Kontakt mit uns auf“, sagt Torsten Klimmer, geschäftsführender Gesellschafter der Ernst Klimmer GmbH. Damit befinde man sich auf dem richtigen Weg. 

Quelle: Günzburger Zeitung / 17. Juli 2013 NR. 163